J-Con 2016 – Review

Eine kleine aber heimische Convention ging zu Ende. Vom 8. Bis zum 9. Oktober fand sie in Merzig (Saarland) statt. Etwa 900 Besucher waren zu Gast um sich ins Cosplay zu schmeißen, sich zu amüsieren und Freunde wieder zu sehen. Aufgrund ihrer Größe ist es eine sehr vertraute Con. Die meisten kennen sich untereinander, und wenn nicht, so lernt man schnell neue Freunde kennen. Somit ist alles recht offen und freundlich gehalten, weshalb man sich gleich wohl fühlte.

Für die Größe der J-Con gab es viel zu sehen.
Merchandise war mehr als ausreichend vorhanden. Mehrere Stände boten eine große Auswahl an Figuren, Plüschtieren, Videospielen, T-Shirts, Buttons und noch vielem mehr. Ein Stand für Brettspiele, PenAndPaper und Co. war ebenfalls vor Ort, sowie einige Künstler, unter anderem Shizuka, Kain, Tember und LaPeur. Animexx, Anilux und die EpicCon konnte man auch mit einem Stand antreffen. Wie jedes Jahr durften der BringAndBuy und die GamingEcke nicht fehlen.
Ebenfalls gab es einige Workshops die sich nicht nur aufs Cosplay, wie Crossplay , Perrücken und Nähen, konzentrierten, sondern auch auf die Japanische Kultur, wie die Kampfsportarten Kyudo, Kendo und Karate, einen Japanischkurs und einen für Hanafuda. Einen Kurs für Dubbing war auch vorhanden. Bei diesem konnte man selbst das Synchronsprechen austesten und sehen wie es so hinter den Kulissen eines Animes ist.
Wie auf jeder Con gab es natürlich auch einen Cosplaycontest. Weitere Wettbewerbe waren das Ramen-Wettschlürfen ein RetroGames- wie auch ein SmashBros-Contest. Auf der Bühne standen auch Lapurra, Daremo Shujinkoo, Chilali und Shinji Schneider um die Menge im Saal zu begeistern.
Das Maid Café wurde gut organisiert und es gab um die 26 Kuchen zur Auswahl. Wer keinen Kuchen wollte, konnte sich auch ein Crêpe oder eine Waffel bestellen, sowie Kaffee und Kakao. Die Maids und Butler waren dabei sehr aufmerksam und nett. An den Tischen waren sie für ihre Gäste da und unterhielten sie. Aufgrund einer App mussten sie ihre Gäste auch nicht verlassen und waren auf dieser Praktischen Weise immer vor Ort.
Eine Besonderheit der Convention war und ist der Offline Chat, den es womöglich nur auf der J-Con gibt. Jeder der mit gemacht hat, bekam eine Nummer ausgestellt. Den Zettel mit der Nummer drauf trug man anschließend am Körper.
Wenn man also jemanden sah und man wollte demjenigen unbedingt etwas mitteilen, so konnte man zum OfflineChat gehen, auf Papier eine Nachricht hinterlassen und sie dort für die angegebene Nummer abgeben, bis derjenige sein Postfach nachschauen kam.
So entstanden regelrechte Konversationen übers Papier.

Eines der dezenten Mängel der J-Con ist die Größe. Auch wenn sie alles hat was eine Convention ausmacht, so ist es manchmal doch schwierig durch die Leute hindurch zu kommen. Besonders zwischen den Ständen im Erdgeschoss, bei den Games sowie im MaidCafé konnte es eng werden. Abhängig von der Anzahl der Besucher musste man schon eine ganze Weile warten, eh man einen Tisch ergattern konnte.
Durch den Platzmangel wurde auch der eine oder andere Künstler abgewiesen und konnte so nicht mit seinem Stand vertreten sein.
Von der Organisation her war die J-Con auch tüchtig. Gleich am Eingang fand man das Con-Büro vor, welches einem für Auskunft und Hilfe zur Verfügung stand.

Falls man das Ticket verloren hatte, so wurde dieses sofort geregelt und man bekam ein neues ausgestellt. Auch wurde man freundlich beraten bei Fragen.

Im Jahr 2017 wird die J-Con am 21. und 22. Oktober stattfinden und freut sich jetzt schon auf weitere zahlreiche Besucher.

Zeichentreff Saarbrücken

In Deutschland gibt es eine Reihe an verschiedenen Zeichentreffen, doch was genau ist das?

Ein Zeichentreff ist ein Treffen bei dem sich Leute verabreden um gemeinsam zu zeichnen, sich auszutauschen, je nach dem etwas zu essen und einfach Spaß zu haben. Auch ist es eine gute Gelegenheit um sein ConHon weiter zu reichen oder Kakaokarten zu tauschen.
Solch ein Treffen gibt es auch in Saarbrücken(Deutschland).

Gegründet wurde es Anfang 2016 von Drawing K und findet jeden Monat an einem Samstag statt.
An welchem Samstag genau wird vorher immer in der bestehenden Facebook-Gruppe aus gemacht, wo man im Voraus schon Bescheid geben kann ob man kommen wird oder nicht.
In der Regel startet das Treffen zu Saarbrücken am Bahnhof, daraufhin folgt ein Abstecher bei Boesner und anschließend wird es sich ganz oben in der Europagalerie bequem gemacht und die Zeichensachen werden ausgepackt.
Dennoch kann es vorkommen das man spontan noch wo hin geht oder man noch schnell was anderes macht. Für neue Vorschläge ist immer ein offenes Ohr vorhanden.
In der Facebook-Gruppe kann jedes Mitglied auch immer wieder seine Bilder und Zwischenschritte zeigen. Tipps und Hilfe kann man von den anderen auch bekommen und es herrscht ein freundlicher und offener Umgang.

Doch wie kam es zu diesem Zeichentreffen, was war der Grund dafür und wie ist es an sich so verlaufen? Genau diese Fragen haben wir Drawing K gestellt und auch gleich eine Antwort bekommen:

Seit ich zeichne, habe ich immer wieder im Internet Zeichnertreffen gesehen, die auf den verschiedensten Künstlerseiten mit Fotos dokumentiert wurden. Natürlich habe ich auch immer nach anderen Zeichnern gesucht, mit denen man sich austauschen könnte. Allerdings hat das Saarland leider nicht allzu viele Zeichner zu bieten. Also habe ich es wie bei allem gemacht, wenn man Gleichgesinnte sucht: Ich habe über das Internet eine Anzeige aufgegeben  und als ich zwei Leute zusammen hatte, kam es dann zur Gruppe in Facebook.

Im Leben eines Künstlers gibt es immer wieder den Moment, wo man nicht weiter kommt. Meistens ist es ja so, dass man seine Fehler selbst nicht sieht. Andere hingegen fast auf den ersten Blick. Während der eine vielleicht Copics nutzt und nie etwas von Aquarell gehört hat, sitzt der nächste in der Ecke und weiß noch nicht einmal mit welchen Farben er eigentlich zeichnen will. Daher dachte ich mir, wäre es doch eine schöne Idee, sich mit anderen hin zu setzen und einfach mal zu zeichnen, sich aus zu tauschen und hin und wieder gemeinsam Aktionen wie Kakao-Karten-Tausch zu machen.

Wir haben mittlerweile unser 7. Treffen und ich habe während unserer gemeinsamen Zeit viele unterschiedliche Zeichner kennen gelernt. Es sind die verschiedensten Zeichenstile dabei, Ideen auf die ich selbst nie gekommen wäre. Und vor allem kommen alle auch gut miteinander aus und helfen sich gegenseitig. Ich bin froh, dass ich damals den ersten Schritt gemacht habe und mittlerweile fangen auch andere an, Ideen mit ein zu bringen. Es wird also von Tag zu Tag besser.

Wenn ihr also aus der Umgebung seid, euch fürs Zeichnen interessiert und euch mit anderen Zeichnern Treffen wollt, so zögert nicht der Gruppe beizutreten undbei einen der Treffen vorbeizuschauen.